| Kurz-Chronologie des Ev. Krankenhauses Gesundbrunnen Hofgeismar
Aus der Chronik des Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen e.V. Hofgeismar „Leben im Alter“: Erläuterungen von Dr. Hans Leutiger zu Beginn seiner Tätigkeit am 01.04.1967. Er selbst schreibt über seine neue Aufgabe: „Ziel der Behandlung ist es, die Patienten nach ihrem oft monate- oder gar jahrelangen Aufenthalt in der Klinik wieder in die häusliche Umgebung entlassen zu können. Auf lebensnahe und fantasievolle Weise lernen sie, alltägliche Handlungen selbstständig auszuführen: Treppen steigen, Türen öffnen, elektrische Schalter und Geräte bedienen ... Durch Unterwassermassage und Bewegungstherapie gelingt es bei vielen Behinderungen, Lebensmut und Selbstvertrauen der Patienten neu zu wecken. Die Mitarbeiter der Klinik haben viele praktische Hilfsmittel entwickelt, mit denen die Patienten umzugehen lernen“. Im Laufe der Jahre ergibt sich, dass etwa 80 % der Menschen, die früher in ein Alten- und Pflegeheim aufgenommen hätten werden müssen, nach der Behandlung im Spezialkrankenhaus wieder nach Hause zurückkehren können. Eine Erkenntnis, die auch beim Besuch des damaligen Staatsoberhauptes, den Bundespräsident Richard von Weizsäcker, am 04.10.1988 zum Ausdruck gebracht wird. In einem Interview äußert er sich wie folgt: „Was mich ungeheuer beeindruckt, ist, dass hier mit verhältnismäßig einfachen Mitteln, aber mit einer großen Hingabe und mit einem starken Willen, der sich auch auf die Patienten oder die Heimbewohner überträgt, große Erfolgt erzielt werden. Erfolge, die es in gut eingerichteten Kliniken und anderen Einrichtungen und Kliniken manchmal nicht gibt. Ich will nichts gegen die Instrumente und nichts gegen die Arzneimittel sagen, aber die Einsicht, der Wille und die Hingabe des Menschen sind durch nichts zu ersetzen – und das habe ich hier ganz besonders deutlich verspürt!“ Aus dem Symposium „Behandlung und Rehabilitation vor Pflege“, 1992: Zum 25-jährigen Jubiläum und im gleichen Jahr stattfindenden Abschied von Chefarzt Dr. Hans Leutiger findet Frau Professorin Dr. Ursula Lehr, damalige Bundesministerin für Gesundheit und Soziales, am 01.04.1992 folgende Worte: „Sie haben Pionierarbeit geleistet. In einer Zeit, in der in Deutschland ‚Geriatrische Rehabilitation’ noch ein Fremdwort war, haben Sie Ihre Erfahrungen aus der Schweiz umgesetzt und ausgebaut. Dafür sei Ihnen Dank! Sie haben es meisterhaft verstanden, in Teamarbeit zum Wohle älterer kranker Menschen Wege aufzuzeigen, diesen immer mehr Lebensqualität zu verschaffen, Behinderungen weitgehend rückgängig zu machen oder zumindest Hilfen und Unterstützung zu geben, mit diesen Behinderungen umzugehen. Für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, in die auch Therapeuten (von Bewegungstherapeuten über Beschäftigungstherapeuten und Logotherapeuten bis zu Psychologen und Sozialarbeitern) mit einbezogen waren, waren Sie lange Zeit in der Bundesrepublik das einzige Musterbeispiel ... dafür, was wirklich ‚Geriatrische Rehabilitation’ ist.“ |
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EVANGELISCHES KRANKENHAUS GESUNDBRUNNEN |
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